Susanne Strobach, Scheidungskindern helfen. Übungen und Materialien. 2. Aufl., Juventa 2011, 144 S., Eur 19,90

Aufbauend auf die Trauerstufen von Elisabeth Kübler-Ross werden die Themen Individualität & Selbstwert, Verlust & Veränderung, Ängste & Sorgen, Wut & Aggression, Familie & Stief- & Patchworkfamilie behandelt; die Neuauflage widmet ein Kapitel auch dem Thema "Mediation". Jedem Kapitel geht ein kurzer fachlicher Beitrag voran, dazu passend werden über 140 Geschichten, Spiele, Rituale, Rollenspiele, Phantasiereisen, Gesprächsrunden, Übungen zum kreativen Gestalten und assoziativem Schreiben, sowie musikalisch-rhythmische und körperbetonte Übungen vorgestellt, die mit Kindern von 4-10 Jahren spielerisch umgesetzt werden können.

"Eine Fundgrube für Eltern, Großeltern, KindergärtnerInnen, FreizeitpädagogInnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, einfach allen, die mit Kindern zu tun haben! Auch ohne Scheidungshintergrund sind die Übungen der einzelnen Themen gut umsetzbar und hilfreich."

Handbuch des Kinderbeistandsrechts

Dr. Peter Barth, Univ.Prof. Dr. Astrid Deixler-Hübner, Handbuch des Kinderbeistandsrechts. Aufgaben, Arbeitsweise und Rechtsstellung des Kinderbeistands aus interdisziplinärer Sicht. Linde, 2011, 407 S., Eur 58,00

Das Handbuch des Kinderbeistandsrechts behandelt in 32 Kapiteln alle wesentlichen Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Einsatz eines Kinderbeistands in einem Verfahren zur Regelung oder Durchsetzung der Obsorge oder des Besuchsrechts eines Kindes bzw in einem Rückstellungsverfahren nach Entführung des Kindes stellen können:

  • Unter welchen Voraussetzungen ist ein Kinderbeistand zu bestellen?
  • Welches Verfahren ist einzuhalten?
  • Was sind seine Rechte und Pflichten (gegenüber dem Kind, den Eltern, dem Gericht, gegenüber Sachverständigen oder der Jugendwohlfahrt)?
  • Welche Rahmenbedingungen (Qualifikation, „Arbeitsbündnis“ mit dem Gericht, Zusammenwirken mit Sachverständigen und der Jugendwohlfahrt) können für einen gelingenden Einsatz des Kinderbeistands festgemacht werden?
  • Wie läuft das gerichtliche Verfahren mit Beteiligung des Kinderbeistands im Idealfall ab?
  • Und schließlich: Wer trägt die Kosten und in welcher Höhe?
Alle zentralen Themen werden aus juristischer und psychologischer bzw pädagogischer Sicht beleuchtet. Durch diese „Vernetzung“ von Wissen soll erreicht werden, dass das Buch für Kinderbeistände, Richter/-innen (die sie bestellen), Rechtsanwälte/-innen, Mediatoren/-innen oder Mitarbeiter/-innen von Familienberatungsstellen (die deren Bestellung – etwa den Eltern – empfehlen) sowie Sachverständige und Sozialarbeiter/-innen der Jugendwohlfahrt (die mit den Kinderbeiständen immer wieder zusammenarbeiten) gleichermaßen von Nutzen ist.

Veronika Richter, Rückenwind für Scheidungskinder. Ein Ratgeber für verantwortungs-bewusste Eltern. Kneipp Verlag, 2011, 125 S., Eur 17,95

Für Kinder sind die Umstellungen nach der Trennung der Eltern oft sehr schwierig und viele Eltern machen es ihren Kindern auch nicht gerade leichter: Ärger, Zorn, Verbitterung stehen im Vordergrund, die Emotionen gehen hoch, was den/die Expartner/in anbelangt, die Kinder bleiben dabei oft auf der Strecke oder werden als Druckmittel eingesetzt.
Dieser Ratgeber zeigt, wie man als Eltern auch im Trennungsfall verantwortungsbewusst und liebevoll bleiben kann, was den Kindern den Rücken stärkt und wie sie in neue Situationen hineinwachsen können. Dazu braucht es Geduld und Rücksichtnahme, Aufarbeitung der eigenen Gefühle und Vertrauen – den Kindern zuliebe.

"Das beste Buch für Eltern in einer Trennungs-/Scheidungssituation das derzeit am Markt ist!"

Aktion Springseil

Schirin Homeier, Barbara Siegmann-Schroth, Aktion Springseil. Ein Kinderfachbuch für Kinder, deren Eltern sich getrennt haben. Mabuse-Verlag, 2011, 155 S., Eur 22,90

Das Buch erzählt in einer Bildergeschichte vom elfjährigen Tim und der siebenjährigen Lena, deren Eltern einander immer fremder werden und sich schließlich trennen.
Im zweiten Teil des Buches werden Tim und Lena durch das erste Trennungsjahr begleitet. Sie lernen in dieser Zeit andere Kinder kennen, die jeweils auf ihre eigene Weise die Trennung ihrer Eltern erlebt haben. Tim und Lena bekommen viele konkrete Hilfestellungen für ihre neue Lebenssituation, die jedes Leserkind als Möglichkeit für sich verstehen und aufgreifen kann.
Der dritte Teil des Buches wendet sich an Eltern und Bezugspersonen, die Sicherheit gewinnen wollen, wie sie Kinder in dieser ersten krisenhaften Zeit verständnisvoll und gut begleiten können.

„‚Aktion Springseil’ trägt dazu bei, dass die Familienmitglieder ins Gespräch kommen und Kinder lernen, über ihre Ängste, Gefühle und Erwartungen mit den Eltern zu sprechen. Damit werden wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Eltern und Kinder gemeinsam das Beste aus der Situation nach der Trennung oder Scheidung machen.“ (Prof. Reinhard Wiesner, Professor für Sozialpädagogik und "Vater" des Kinder- und Jugendhilfegesetzes von 1990)

"Ein sehr konstruktives Buch, das sich an Kinder und Eltern richtet. Sehr empfehlenswert um verschiedene Aspekte und Themen, die Scheidung betreffend aufzugreifen und mit den Kindern darüber zu sprechen. Viele Angebote für Kinder sich kreativ mit der Problematik auseinander zu setzen."

Gergely Kiss, Ein neuer Mann für Mama. Picus, 2008, 32 S., Eur 12,90

Jedes Wochenende besucht der kleine Fuchs seinen Papa und dessen neue Frau und verbringt eine herrliche Zeit. Doch eine Sache stimmt ihn traurig: Wenn er weggeht, bleibt Mama an den Wochenenden immer allein zu Hause, denn sie hat noch keinen neuen Mann gefunden. Also beschließt der kleine Fuchs, seiner Mama zu helfen. Gemeinsam mit seinem besten Freund Matthis und dessen großem Bruder, der sich total gut mit Computern auskennt, suchen sie im Internet einen neuen Mann für Mama. Sie entdecken Herrn Husky und vereinbaren ein Treffen für den Nachmittag im Schwimmbad. Zum Glück lässt Mama sich überzeugen, dass sie heute unbedingt schwimmen gehen müssen! Herr Husky kommt wirklich, aber Mama schaut gar nicht verliebt oder glücklich aus, als er sie anspricht. Oje! Was hat der kleine Fuchs falsch gemacht? Soll er es noch einmal versuchen?

"Sehr liebevoll beschreibt der Autor die Mühen des kleinen Fuchs einen neuen Mann für seine Mama zu finden und zeigt am Ende doch dass das Schicksal auch ohne nachhelfen seinen Lauf nimmt. Eine sehr hilfreiche Geschichte wenn Kinder versuchen sich vermeintlich hilfreich in das Leben der Eltern einzumischen."

Gergely Kiss, Papa wohnt jetzt anderswo. Picus, 2007, 32 S., Eur 12,90

Dass Eltern sich trennen, gehört für Kinder zu den größten Ängsten. Auch dem kleinen Fuchs geht es nicht anders. Früher hatten Mama und Papa und er einander noch wahnsinnig lieb. Aber dann wurde alles anders: Mama und Papa stritten immerzu, und schließlich zog Papa eines Tages aus. Nun musste der kleine Fuchs allein Fußball spielen, und auch vom Kindergarten holte Papa ihn nicht mehr ab. Und eines Tages erfuhr er, dass sein Papa nun eine neue Familie hat und fragt sich unweigerlich ob er etwas falsch gemacht hat. Bis er Papas neue Familie kennenlernt und versteht dass er gar nichts falsch gemacht hat.

"In dem kleinen Fuchs finden die Kinder alle Fragen wieder, die sie selbst auch beschäftigen und ohne viel Erklärungen, dass sie sich bei beiden Elternteilen wohlfühlen dürfen."

Cover Hörbuch: Christine Nöstlinger: Susis geheimes Tagebuch - Pauls geheimes Tagebuch

Christine Nöstlinger, Susis geheimes Tagebuch. Pauls geheimes Tagebuch. Gesprochen von Carla Swiderski und Christopher Bellack, 2 CDs, Jumbo, 2010, Gesamtspielzeit 01:37:44,

Eur 10,95

Susi und Paul waren einmal gute Freunde. Aber dann ist Paul mit seinen Eltern aufs Land gezogen. Plötzlich taucht er wieder in der alten Klasse auf. Susi und die Mitschüler halten ihn allerdings für einen Angeber. Susi versteht nicht, warum er sich so verändert hat. Wie beide einander erleben und warum Paul so aggressiv gegen Gott und die Welt ist, erfahren die Hörer aus den jeweiligen Tagebüchern der beiden. Musik von Jens Kronbügel.

Das gleichnamige Buch ist im Dachs Verlag erschienen

Elizabeth Marquardt, Kind sein zwischen zwei Welten. Was im Inneren von Kindern geschiedener Eltern vorgeht. Junfermann, 2007, 248 S., Eur 19,90

Mit ihrer These, auch friedliche Scheidungen seien eine große Belastung für Kinder, spricht Elizabeth Marquardt vielen Leidtragenden aus der Seele. Erwachsene Scheidungskinder mögen oberflächlich erfolgreiche, funktionierende Mitglieder der Gesellschaft sein, doch hinter dieser Fassade verstecken sich oft ungelöste Konflikte. In zahlreichen persönlichen Interviews und Telefonumfragen gewann die Autorin - selbst ein Scheidungskind - einen tiefen Einblick in die Schicksale von Menschen, die nach einer "guten" Scheidung ihrer Eltern mit beiden in Kontakt blieben und von denen man angenommen hatte, sie würden unter der Trennung nicht leiden.

Tausche Schwester gegen Zimmer

Juma Kliebenstein, Tausche Schwester gegen Zimmer. Gelesen von Laura Maire. Oetinger audio, 3 CDs, ca. 188 Min, ab 8 Jahren, Eur 17,10


Luna hat sich schon immer eine Schwester gewünscht - eine mit der man richtig etwas anstellen kann, die viel lacht und auf keinen Fall so eine Trantüte ist wie ihr Bruder Justus. Als Lunas Papa sich wieder verliebt, wird ihr Wunsch plötzlich wahr: Papas neue Freundin hat nämlich vier Kinder und eines der Mädchen ist genauso alt wie Luna. Leider ist Stella aber eine richtige Zicke, die nichts besseres zu tun hat, als sich ständig bei Lunas Papa einzuschleimen. Ausgerechnet mit der soll sich Luna im neuen Haus ein Zimmer teilen! Und das obwohl sie ein eigenes Zimmer fast noch lieber gehabt hätte, als eine Schwester...

Tausche Schwester gegen Zimmer Verena Carl, Einmal Papa und zurück. planet girl, 2010, 144 S., Eur 8,90

Lilli hat einen tollen Vorschlag was in der Schule an den Projekttagen gemacht werden soll: ein Wandgemälde mit lauter Familienbildern. Der Großteil der Kinder in der Klasse ist dafür, nur ihre beste Freundin Leonie ist unglücklich über dieses Projekt. Familie, was ist denn das überhaupt? Sie,ihre Mutter, deren Freund Rocco, dessen Sohn Johnny? Und was ist mit ihrem Vater, ihrem richtigen Vater? Mindestens zwei Jahre hat sie ihn schon nicht gesehen, die Erinnerung wie er aussieht verblasst langsam in ihr. Gemeinsam mit Lilli macht sich Leonie auf den Weg zu ihrem Vater, ob das wohl gut geht?
Mein lieber Papa Helga Bansch, Mein lieber Papa. Jungbrunnen, 2009, 26 S., Eur 13,90

Wenn Väter im Alltag fehlen, erwacht die Sehnsucht nach ihnen. Und der Fantasie wachsen Flügel. Diese Flügel sind manchmal so phantastisch dass sie von Kindern auch als nicht real erkannt werden, und das Buch damit anregt selbst zu phantasieren was der eigene - nicht präsente - Papa tun könnte und es so eine gute, oft humorvolle Gesprächsbasis bietet über das zu sprechen was Kinder real vermissen.
Morgen ist er weg Do van Ranst, Morgen ist er weg. Coppenrath, 2008, 63 S., Eur 9,95

Die Autorin, Gewinnerin des Deutschen Jugendliteraturpreises 2007, greift eine bisher noch nicht in diesem Zusammenhang thematisierte Frage sehr sensibel und gelungen auf: Was, wenn der Papa, der auszieht schon vorher als Papa nicht präsent war? Was, wenn ein Kind sich gar nicht sicher ist, ob ihm der Papa fehlen wird? Und wie geht es dem Papa, der Angst vor "keiner Reaktion" hat, davor dass er niemandem fehlen wird... Ein Pflichtbuch für alle, die mit Scheidungskindern arbeiten und eine große Hilfe für stille Väter und deren Kinder nach einer Scheidung.
Fips versteht die Welt nicht mehr Jeanette Randerath, Imke Sännichsen, Fips versteht die Welt nicht mehr. Wenn Eltern sich trennen. Thienemann, 2008, 24 S., Eur 12,90

Ein sehr gelungenes Buch zur Thematik Scheidung!! Der kleine Dackel-terrier Fips versteht die Welt nicht mehr. Manchmal kläfft er wütend seine Mama an. Dann wieder dackelt er traurig hinter seinem Papa her. Und immer fühlt er sich zwischen beiden hin- und hergerissen. Denn er hat beide lieb. Zum Glück gibt es den alten Bruno, der Fips gut versteht und ihm hilft sich selbst zu verstehen.
Fips versteht die Welt nicht mehr Jörg Stanko, Immer wieder Papawochenende. Limette-Kinderbücher, 2008, 17 S., Eur 12,50 mit Illustrationen von Heike Jankowski

Eine liebevolle Geschichte wie Papa-Sohn-Wochenenden ablaufen können und dass Montag nicht nur Trennung bedeutet sonder Vor-Freude auf das nächste Papa-Wochenende. Ein Trost- und Begleitbuch für Väter und Söhne. ... und eines mit Anregungen für Väter, die noch ein bißchen in der Trauer stecken.
Die große Reise Jörg Stanko, Die große Reise. Limette-Kinderbücher, 2008, 10 S., Eur 9,90

Julius und Papa können einander nicht jeden Tag sehen. Was und wie sie trotzdem etwas zusammen erleben, erzählt dieses Buch. Eine Geschichte über Begrenzungen, die durch Träume, die Liebe und Phantasie überwunden werden können.
Die Krokobären Eva Orinsky, Die Krokobären. Eine Geschichte für Kinder, deren Eltern sich trennen. ab 4 Jahren, iskopress, 2008. 47 S., Euro 19,50

Eine Geschichte, die sich auch sehr gut eignet Kindern Problematiken von multikulturellen Beziehungen zu veranschaulichen; beiliegend zum Buch gibt es ein Tiermemory und Fragekärtchen, die Kinder anregen sollen, über ihre Gefühle zu sprechen.
Oma und Opa können helfen Hans Dusolt, Oma und Opa können helfen. Was Großeltern bei Trennung oder Scheidung tun können. Beltz, 2004, 205 S., Eur 12,90

Kinder, deren Eltern sich trennen, brauchen besonders die Fortführung der Beziehungen zu den Menschen, zu denen sie vor der Trennung eine stabile Beziehung aufbauen konnten. Großmütter und Großväter spielen dabei eine besondere Rolle.
In seinem konkurrenzlosen Buch, das sämtliche juristische und familienrechtliche Regelungen einer Trennung und Scheidung einbezieht, plädiert der Autor dafür, dass gerade Großeltern ihren Enkelkindern - aber auch den eigenen Kindern - helfen können, die schwierige Situation zu meistern, und er zeigt anhand vieler Beispiele Wege auf, wie dies am besten gelingt. Denn von einer Trennung oder Scheidung sind nicht nur die Eltern und Kinder, sondern auch die Großeltern betroffen. So wendet sich das Buch an beide, weil auch das Wissen darüber, welche Rolle Eltern und Großeltern im familiären Beziehungsgefüge spielen, beiden Generationen helfen kann, die Ursachen und Dynamik einer Trennung besser zu verstehen.
Oma und Opa können helfen Petra Proßowsky, Hokus Pokus Asana. Yogaspiele für jeden Monat des Jahres. Aurum, Braunschweig, 1999, 214 S., Eur 17,50

Die Autorin dieses Buches arbeitet hauptberuflich an einer Schule in Berlin Kreuzberg. Ihre Yogastunden, seit sechs Jahren fester Bestandteil des Unterrichts, sind der absolute Hit, denn sie hat sich allerhand einfallen lassen, um sie so leicht und spielerisch wie möglich zu gestalten: ein Yogamemory, Sprechverse, Atemspiele, Traumreisen und vieles mehr.

Und damit das Ganze nie den Bezug zum natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten verliert, gibt es für jeden Monat des Jahres passende Spiele und Übungsreihen. Hier ein paar Beispiele: im Januar den Schneeflockentanz, im Februar den Zauberer Yogasana, der - Hokus Pokus Asana - die Kinder in Tiere oder Blumen verwandelt, im März den Vogel auf dem Ast, der sich über den Frühling freut, im April den Hasen, im Mai die verzauberte Wiese, im Juni die Biene, im Juli eine Traumreise an den See, im August den Löwen, im September die Krähe, im Oktober die Mäuse, im November den Tanz der Sterne und im Dezember eine stille Übung bei Kerzenlicht.
Die Übungen aus diesem Buch sind auch in Familien sehr gut einsetzbar, so kann auch jungen Kindern Yoga nähergebracht werden!
 Achat, der Engel aus dem Abflussrohr Klaus-Peter Wolf, Bettina Göschl, Achat, der Engel aus dem Abflussrohr, Gerstenberg, 2005, 144 S., Eur 11,90

Achat ist ein kleiner Engel. Er ist schon zweimal durch die Schutzengelprüfung gefallen und deshalb war er zuletzt als Heilstein in der Eifel tätig, da kann man wenig verkehrt machen. Aber jetzt ist im Himmel der Personalnotstand ausgebrochen und er bekommt eine zweite Chance: Die kleine Kira fürchtet sich vor allem und jedem und nun, nach der Scheidung ihrer Eltern, kommt auch noch die »neue« Tochter ihres Papas ausgerechnet in ihre Klasse! Was werden die Klassenkameraden dazu sagen? Achat soll Kira Mut machen. Doch er hat nur zwei kleine, zersauste Flügelchen und kann auch nicht durch Wände gehen, geschweige denn sich durch die Kraft seiner Gedanken an jeden erwünschten Ort versetzen. Schon bei seiner Ankunft läuft alles schief – Achat verirrt sich ins Abflussrohr des Waschbeckens und erschreckt Kira erstmal gewaltig...
Joppe Gunnel Linde, Joppe, Gerstenberg, 2005, 128 S., Eur 11,90

Joppe ist Oles bester Freund, und ohne Joppe geht gar nichts! Das begreift auch Olsson, der nette Nachbar von nebenan. Als Joppe im Fahrstuhl stecken bleibt, ruft Olsson den Wachdienst und redet Joppe gut zu, damit der sich nicht fürchtet, so allein im Fahrstuhl. Als die Türen sich öffnen und auf dem Boden nur ein kleiner, abgeknuddelter Stoffmaulwurf liegt, ist Olsson allerdings ein bisschen erstaunt – aber kein bisschen wütend. Und das ist auch gut so, denn Olsson wird noch gebraucht werden als Maulwurfsretter: Joppe landet auf einer Müllkippe. Er fällt aus dem Zug. Einmal wird er fast aufs offene Meer hinaus getrieben und ein anderes Mal von einem Hund entführt. Doch Olsson findet immer eine Lösung und buddelt sogar eine ganze Nacht lang einen Sandhaufen durch, um Joppe zu befreien. Dabei lernen sich auch Olsson und Oles Mama besser kennen, und am Ende wird der Welt bester Maulwurfsretter Oles neuer Papa!
Winterwolf Sigrid Zeevaert, Winterwolf, Gerstenberg, 2005, 160 S., Eur 11,90

Vor fünf Jahren ist Juri nach Deutschland gekommen. Inzwischen ist er elf und vieles ist anders geworden. Aber mit Aljoscha, Alexej und Larissa, seinen Freunden in der Klinkerstraße, fühlt Juri sich wohl. Als sein Vater sich in Martha verliebt und sie weit weg in eine andere Stadt ziehen, bedeutet das für Juri, wieder Abschied nehmen zu müssen, wieder neu anzufangen. Plötzlich hat Juri eine neue Familie mit einer großen Schwester und muss sich in der neuen Schule zurecht finden, was ihm nicht leicht fällt. Zumal es in der kleinen Stadt keine anderen Russen gibt.
Aber es ist Winter, so ein richtig kalter mit viel Schnee, wie Juri ihn liebt. Und da ist der Wald und da sind Spuren im Schnee, Spuren von einem Tier, die Juri nachts entdeckt. Und ein Schatten, der vorbeihuscht. Ein Hund? Oder etwa ein Wolf? Aber Wölfe gibt es in dieser Gegend doch gar nicht. Also ist es vielleicht doch nur die Katze, die Nora, einem Mädchen aus seiner Klasse, entlaufen ist. Als Juri sich traut, ihr davon zu erzählen, machen sie sich zusammen auf die Suche, die sie bis zu dem kleinen, tief im Wald verborgenen See führt ... Eine zarte Freundschaft bahnt sich an, und plötzlich fühlt Juri sich gar nicht mehr so fremd.
Auf Wiedersehen, Papa!

Weninger Brigitte, Auf Wiedersehen, Papa! Neugebauer Verlag, 1995

Eines meiner Lieblingsbücher für Kinder ab 4 Jahren. Tom versteht nicht, warum Papa immer wieder in die eigene Wohnung zurückgeht, warum er nicht bei ihm und Mama bleibt, so wie früher. Dann erzählt der Teddy die Geschichte vom kleinen Bären, von Mama Bär und von Papa Bär, der immer fortgeht in die eigene Höhle - und für Tom wird vieles verständlicher.

Ein leises, einfühlsames Bilderbuch um die Trennungsproblematik und die Schwierigkeiten eines Kindes, damit zurechtzukommen. Die Behutsamkeit, mit der Brigitte Weninger das Thema entwickelt, spiegelt sich in den ruhigen Illustrationen Alan Marks. Sie drücken auf sehr sanfte Weise die starken Emotionen aus, von denen das schwierige und zugleich wichtige Thema bestimmt ist. Und was besonders zu betonen ist an diesem Buch ist der Aspekt, dass durch das Erleben des kleinen Bären die Kinder die Möglichkeit haben, sich selbst zu reflektieren. Viele Kinder halten eine Konfrontation mit der Thematik Trennung nicht aus, dann bleibt es eben die Bärenfamilie, die sich trennt und die Geschichte bewirkt trotzdem Heilung für die Seele.

Wir teilen alles Cole Babette, Wir teilen alles, Sauerländer, 1998

Das beste Buch überhaupt zur Scheidungsbegleitung für Kinder ab 6 Jahren. Sie streiten nur, die Eltern der Geschwister Schroberklott. Und dabei werden sie immer häßlicher. Die Kinder fühlen sich sehr unwohl und beschließen, die Entheiratung ihrer Eltern voranzutreiben ... Ein Bilderbuch voller Übertreibungen, wie man sie von Babette Cole kennt, und doch finden Eltern wie Kinder sich darin wieder.
Ein Funkspruch von Papa

Meyer-Glitza Erika, Ein Funkspruch von Papa. Therapeutische Geschichten zu Trennung und Verlust, iskopress, 2001, 95 S.,
Eur 13,50

Die Autorin ist Ärztin, Paar- und Familientherapeutin und Mutter zweier erwachsener Kinder. In diesem Geschichtenbuch geht es nicht nur um das Thema Scheidung. Auch Trennungssituationen anderer Art – der Tod eines nahen Angehörigen, Verlust von engen Freunden oder Haustieren, ein Umzug oder ähnliches bringen für Kinder hohe emotionale Belastungen mit sich. In diesen akuten Krisenzeiten brauchen sie unsere besondere Unterstützung. Geschichten sind ein idealer Weg um ein heikles Thema anzusprechen und der jungen Seele Mut zu machen, dass alles wieder gut wird.

Neue Wurzeln für kleine Menschen Von Keyserlingk Linde, Neue Wurzeln für kleine Menschen. Von Trennungen und Neuanfängen. Herder, 1998, 144 S.

Wenn Eltern sich trennen, stehen Kinder diesem Geschehen meist hilflos gegenüber. Plötzlich geht ein Elternteil fort, oder die Kinder müssen selbst in ein neues Zuhause umziehen. Es ist ihnen in solchen Fällen nicht leicht zu vermitteln, warum es zu einer Trennung kam und dass sie vielleicht sogar notwendig war. Noch weniger aber verstehen sie, dass die Trennung ihrer Eltern nicht bedeutet, dass nun sie selbst weniger geliebt würden, und reagieren oft mit Angst oder Verhaltensauffälligkeiten. In ihren behutsamen und ehrlichen Geschichten führt die Autorin Kinder an solche schmerzhaften Momente heran und gibt ihnen Raum, das Geschehen zu verarbeiten und mit der neuen Situation umzugehen. Linde von Keyserlingk, Familientherapeutin und Mutter von sieben Kindern, greift in ihren Geschichten auf konkrete Erfahrungen zurück.

Leben mit Stiefeltern Wilk Liselotte, Ulrike Zartler, Leben mit Stiefeltern. Wie Kinder sich fühlen und was sie brauchen. öbv & hpt, 2004, 128 S., Eur 12,80

Die beiden Soziologinnen bieten eine komplexe Darstellung des Lebens von Stieffamilien und schildern, wie Kinder ihre Beziehung zu den einzelnen Familienmitgliedern erleben. Das Buch gibt darüber hinaus zahlreiche Hilfestellungen, die es Erwachsenen ermöglichen, die Situation der Kinder besser zu verstehen und entsprechend zu handeln.
   
   
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