Marcel Karreman,100 warm-ups für Trainings und Seminare. Aktivierende Übungen für Gruppen und Teams. Hogrefe, 2018, 209 S., Eur 24,95

Das Buch bietet 100 Übungen, alle übersichtlich auf 1-2 Seiten beschrieben und eingeteilt in die Kategorien:

  • Kennenlernen
  • Fokussieren
  • Vertrauen und Zusammenhalt
  • Körperliche Aktivierung
  • Interaktion
  • Spontanität und kreatives Denken
  • Führung
  • Konfliktbewältigung
  • Introspektion und persönliche Entwicklung
  • Teambuilding
  • Warm-ups für große Veranstaltungen
  • Abschluss

Sehr empfehlenswert, weil man als Trainer/in nie genug Übungen in seiner Schatztruhe haben kann....schließlich soll ein Seminar für uns selbst auch immer wieder eine BeREICHerung sein.

   

Karlheinz Geißler, Anfangssituationen. Was man tun und besser lassen sollte. Beltz, 11. Aufl. 2016, 231 S., Eur 36,--

Wer einen Anfang macht, beispielsweise erstmals seinen neuen Arbeitsplatz betritt oder eine Lehrveranstaltung mit einer neuen Lerngruppe beginnt, legt fest, was danach kommt. Für den ersten Eindruck, die erste Signalhandlung gibt es keine zweite Chance.
Karlheinz A. Geißler gibt konkrete Hinweise, wie Anfänge in Kursen und Seminaren gestaltet werden können. Besonders für Lehrende, die am Anfang ihrer Tätigkeit stehen, ist dieses Buch wertvoll. Vom Umgang mit der Anfangsstimmung, der Angst und den Erwartungen, über Spiele und Interventionen bis zum Anfang des Endes reichen die Impulse dieses Buches.
Aus dem Inhalt 
• Ach ja, die Anfänger
• Die Soziodynamik von Anfangssituationen
• Die Angst des Dozenten vor und in Anfangssituationen
• Seminarregeln als Lernkontrakt
• Spiele in Anfangssituationen
• Redner und Schweiger in Anfangssituationen
• Verspäteter Anfang: Gruppenneulinge
• Interventionen in Anfangssituationen
• Der Umgang der Wissenschaft mit dem Anfang

   

Anne Katrin Külz, Dem inneren Drachen mit Achtsamkeit begegnen. Selbsthilfe bei Zwängen. Beltz, 2017, 217 S., Eur 25,70

Zwangsstörungen können das Leben der Betroffenen in extremer Weise einengen und hohen Leidensdruck erzeugen. Dabei fallen die Symptome sehr unterschiedlich aus, reichen vom übersteigerten Putzdrang bis zum zwanghaften Kontrollbedürfnis. Oftmals sind sich Betroffene ihrer Probleme bewusst, können aber »einfach nicht anders«. Der Zwang lässt sich nicht zähmen und wirkt unbesiegbar, wie ein Feuer speiender Drache.
Dieser Ratgeber zeigt Menschen mit Zwangsstörungen, wie sie durch gezielte Achtsamkeit ihren Zwängen entgegenwirken können. Das neue Konzept von Anne Külz verhilft Betroffenen zu einer wohlwollenden und vorurteilsfreien Grundhaltung sich selbst gegenüber. Durch angeleitete Achtsamkeitsübungen und Wertearbeit werden Gedankenfallen identifiziert und Hilfestellungen gegeben, wie dem inneren Drachen "Zwang" die Stirn zu bieten ist.

Wasch-, Zähl-, Kontroll-, Ordnungszwänge....nicht erst seit der TV-Serie Monk sind Zwangs-störungen mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Wenn man auch noch bedenkt,

dass jeder 3. Mensch mit Zwängen gleichzeitig unter einer depressiven Störung leidet, sind hilfreiche Strategien aus der Endlosschleife auszusteigen sehr gefragt.

Anne Katrin Külz hat hier ein sehr gutes Buch in gewohnter Beltz-Qualität vorgelegt - die Autorin weiß um Zugänge, Nutzen und Anwendung von Achtsamkeit Bescheid, erklärt gut verständlich wie sich Zwänge entwickeln, welche Kennzeichen es gibt und wie Achtsamkeit helfen kann.

Ein Buch das auch beiträgt, Menschen mit Zwangsstörungen besser zu verstehen.

   
Mehr Info zu Warum gerade ich ...?

Erika Schuchardt, Warum gerade ich? Leben lernen in der Krise. Fazit aus 2000 Lebensgeschichten eines Jahrhunderts: Der Komplementär-Spiralweg Krisenverarbeitung. 13. Aufl., Vandenhoeck & Ruprecht, 2013, 360 S., Eur 20,60

Erika Schuchardt hat aus der weltweiten Analyse von über 2000 Lebensgeschichten sowie aus ihrer jahrzehntelangen Erfahrung mit Krisenbegleitung als Erfolgsweg den universalen Lebens-Spiralweg Krisenverarbeitung erschlossen – veranschaulicht im Bild der auf- und absteigenden 8-fachen Spirale – , den sie in ihrem Komplementär-Modell als lehr- und lernbar beschreibt. Ihre innovative Sicht auf Menschen in Krisen, also kritische Lebens-ereignisse, Krankheit, Behinderung, Missbrauch, Verlust, Verfolgung, Trauer und Sterben – untermauert mit aktuellen Forschungsergebnissen – verändert unser Verständnis der Krisenverarbeitung von Grund auf. Person und Gesellschaft erkennen: Krise wird Chance!

Der 8-fache Lebens-Spiralweg Krisenverarbeitung der Person im integrierenden Komplementär-Modell Krisen-Management führt den von der Krise betroffenen Menschen durch drei Stadien, vom KOPF I über das HERZ II zur HAND(lung) III. Das ist der Weg durch die Krise sowohl der schon betroffenen Person als auch komplementär dazu – jedoch gegenläufig – der begleitenden Gesellschaft: zum verborgenen Reichtum, zur Krise als Chance.

Von Elisabeth Kübler-Ross sind ja bereits bekannt die Stufen Verleugnung-Wut-Verhandlung-Depression-Akzeptanz. Erika Schuchardt hat in ihrem Modell diese Stufen noch erweitert um Aktivität und Solidarität und Krisen so in die Gesellschaft eingebetet, weg vom "Problem" einzelner, hin zu einer Verantwortung aller. Am Ende steht nicht "erlöst-werden von einer Last", sondern mit dem Unangenehmen zu leben, durch aktive Teilnahme am gemeinsamen Leben. Die Ermutigung durchzuhalten kommt aus der Überzeugung: jeder ist Teil des Ganzen, aber das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

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